Die Nordseeküste bietet eine Landschaft, die es so nirgendwo anders gibt: endlose Weite, wechselndes Licht und das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe. Ob Tagesausflug oder Inselurlaub - hier finden Sie die lohnendsten Ziele zwischen Emden und Sylt.

Das Wattenmeer erleben

Eine Wattwanderung gehört zum Nordsee-Besuch dazu. Bei Ebbe legen Sie los, begleitet von einem zertifizierten Wattführer. Die Touren dauern zwischen einer und drei Stunden. Barfuss durch den Schlick laufen, Wattwürmer beobachten, Muscheln finden - das klingt einfach, ist aber erstaunlich eindrücklich.

Gute Startpunkte für geführte Wanderungen sind Cuxhaven, Büsum und Norddeich. Aktuelle Informationen zu Gezeiten und geführten Touren finden Sie beim Nationalpark Wattenmeer. Gehen Sie nie ohne Führer ins Watt. Die Flut kommt schneller, als die meisten Menschen erwarten.

Die Inseln: Sylt, Amrum und Föhr

Sylt ist die bekannteste - lange Sandstrände, steile Kliffküsten bei Kampen und das Rote Kliff. Wer es ruhiger mag, nimmt die Fähre nach Amrum. Der Kniepsand dort zählt zu den breitesten Stränden Europas. Bei Ebbe laufen Sie hunderte Meter über feinen Sand bis zum Wasser.

Föhr ist die grüne Insel. Reetdachhäuser, Marschwiesen und kleine Dörfer. Mit dem Fahrrad umrunden Sie die Insel an einem Tag. Alle drei Inseln erreichen Sie über Fähren ab Dagebüll oder den Autozug ab Niebüll (Sylt).

Leuchttürme und Fotospots

Die Nordseeküste hat mehr Leuchttürme als jede andere deutsche Küstenregion. Der rot-weiss geringelte Leuchtturm Westerhever steht frei in der Salzwiese - eines der meistfotografierten Motive Norddeutschlands. Pilsumer Leuchtturm bei Greetsiel kennen viele aus dem Otto-Film.

Für Naturfotografie lohnt sich die Fotogalerie Emmelsbüll an der Nordsee als Inspiration. Besonders stimmungsvoll sind Aufnahmen bei Sonnenuntergang über dem Watt oder im Nebel der Salzwiesen.

Die beste Reisezeit

Juni bis September bringt die wärmsten Temperaturen und die meisten Sonnenstunden. Baden in der Nordsee ist ab Juli realistisch - das Wasser erreicht dann 17 bis 19 Grad. Für Wanderungen und Radtouren eignen sich Mai und September. Weniger Touristen, milde Luft und stimmungsvolles Licht.

Im Herbst und Winter zeigt die Küste ihren rauen Charakter. Sturmfluten, peitschender Regen und danach ein klarer Himmel - wer das mag, erlebt die Nordsee von ihrer eindrucksvollsten Seite. Aktuelle Wetterdaten für die Küste liefert der Deutsche Wetterdienst.

Praktische Hinweise

Packen Sie immer eine winddichte Jacke ein, auch im Sommer. Wind gehört zur Nordsee wie das Salz zum Wasser. Sonnenschutz brauchen Sie trotzdem - der Wind täuscht über die UV-Strahlung hinweg.

Unterkünfte auf den Inseln sollten Sie in der Hauptsaison Wochen im Voraus buchen. An der Festlandsküste finden Sie auch kurzfristig Ferienwohnungen und Pensionen.